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Hallöchen,
NewRaven hat schon mehrmals erwähnt, dass der Einsatz von "Performance fressenden" Firewalls für erfahrene bzw. bewanderte Computeruser sinnlos ist. Aber da ich mich nicht zu diesen zähle, vermittelt mir die Firewall doch ein wenig Sicherheitsgefühl, wenn sie mir mitteilt, dass irgendwelche Zugriffe unterbunden worden sind.
Darum wollte ich mal fragen, was man denn noch tun kann um ungewollte Einblicke auszuschließen, auch wenn man kein Programmiere ist.
Erstmal ist das vielleicht der falsche Ort, um sowas zu schreiben.
Ich kann mich auch nicht zu Leuten zählen, die besonders viel Ahnung von Programmiererei haben. Aber meine Firewall verbraucht grade mal 76MB Arbeitsspeicher und belastet den prozessor garnicht. Also so performancefressend sind die garnicht.

Oder wie wärs mit der Radikalmethode. Immer wenn du nicht im Internet bist - Stecker zeihen :whacky2:
Also zum (Un)sinn von Personal Firewalls empfehle ich dieses Video, Chaos Seminar über Pfw's. Ansonsten wenn du wirklich sicher sein willst würde ich dir einen Hardwarerouter empfehlen, die blocken eigentlich das meiste ab, ich komm allerdings auch gut ohne aus. Sonst kann man bloss die üblichen Tips geben, keine Emailanhänge von Unbekannten öffnen und so weiter, also in erster Linie den Verstand benutzen. Wenn du dann noch regelmässig Windows , ich gehe mal davon aus das du das benutzt, aktualisierst solltest du auf der sicheren Seite sein.
Ich hab noch nicht viel Zeit mich diesem Thema jetzt umfassend zu widmen, aber wer wirklich Interesse hat, kann sich hier umfassend in das Thema einlesen und erkennen, was PFWs wirklich sind - ein Marketing-Gag um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und absolut nicht mehr.

http://www.ntsvcfg.de/linkblock.html

Später mehr von mir dazu
Ich habe mir mal einen Teil der vorgeschlagenen Artikel durchgelesen, schließlich kann man immer noch was dazulernen. Es steht wohl vieles Richtige darin, auch nützliches. Aber leider wird auch vieles sehr begrenzt gesehen.
Zitat:
Der Hersteller meiner Software bietet aber keine Patches zur Fehlerbehebung an. Also brauche ich eine Firewall!
Du hast Regressansprüche gegen den Hersteller, da sein Produkt fehlerhaft ist. Nur, indem auch Du diese Ansprüche geltend machst, wird der Hersteller lernen, für Geld auch Leistung zu liefern.
Andererseits: Warum kaufst Du bekanntermaßen defekte Technik? Wenn Du diesen Fehler erst nach dem Kauf bemerkst, hast Du rechtlich die Möglichkeit, auf Wandlung oder Geldrückzahlung zu bestehen. Fehler zu machen ist nicht schlimm, sie nicht einzusehen, dagegen unverzeihlich.

Das ist für mich wieder so ein blauäugiger Abschnitt ...

Letztendlich ist auch das wieder einer der Bereiche, wo die Industrie Geld machen will (volle Zustimmung meinerseits) und wo man auch als Anwender wissen sollte was man tut.

Andererseits gibt es viele Leute, die nur mal ihr Homebanking übers Internet machen, oder die Abrechnung ihrer kleinen Ein-Mann-Firma und für die Computer - nun, nicht unbedingt ein Greuel aber nahe dran sind. Für diese Leute ist zur Verhinderung des Befalls mit gewissen Würmern eine Firewall sehr wohl ausreichend, weil für sie selbst unzumutbar, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. (Und seitdem ist Ruhe auf den betroffenen Rechnern - Aufwand-Nutzen betrachtet also ein Erfolg!)
Auch in diesem Teil steckt aber, völlig unabhängig von der rechtlichen Korrektheit, etwas wahres: wenn meine Software Fehler hat, versuche ich diese doch nicht durch den Kauf einer anderen Software - die ebenfalls eine potentielle Fehlerquelle ist - auszubügeln. Wenn mein Haus - um mal beim Beispiel von heute morgen zu bleiben - statt Fenster nur Löcher im Beton hat, fühl ich mich auch nicht sicherer, wenn ich die Tür schließe... und in dem Fall schließt man ja nichtmal die Tür, sondern hängt nur nen Zettel an den Briefkasten "bitte nicht einbrechen"...

Deinem reineditierten zweiten Teil kann ich nun aber absolut garnicht zustimmen - eine Firewall ist kein Schutz sondern nur eine potentielle Fehlerquelle mehr auf dem Rechner - auch dazu später mehr. Nun bin ich nämlich müde und in 6 1/2 Stunden ist die Nacht wieder zuende.
Das streite ich so auch nicht ab - aber es ist grau wie alle Theorie und muss im Kontext der Gesellschaft, der Rechtssprechung und des jeweiligen Falles gesehen werden. Und somit ist es blauäugig ;)

Für die ganze Diskussion an sich ... wenn sich da nichts Konkretes ergibt, auf ein spezielles Konzept (Spielerechner, bestimmtes Internetverhalten, Schutzbedürfnis, Backupverhalten u. -möglichkeiten) ausgerichtete Hinweise und Tipps z.B. - dann ist das nur wieder eine Diskussion um der Diskussion willen.
Und wenn nicht mehr herauskommt als das unerfahrene und unbewanderte Computeruser lieber Gameboy spielen sollten ist es auch schade um die Zeit. Ich kann auch verstehen, das diese Gruppe sich vielleicht nicht zum Poweruser entwickeln will ... wenn sie sich allerdings Gedanken macht um das Problem ist das schon was wert.

Leider kommt mir alles was ich bis jetzt gelesen habe wie ein Feldzug gegen PFWs vor (ja, zugegeben - ich könnte auch in diese Kerbe hauen) und die Alternativen erfordern doch ein wenig mehr Systemverständnis. Also nichts für ca. 90% der Computeranwender.
Eine sinnige Anleitung für Low-Level-User (sorry für den Ausdruck liebe LLUs :D ) wie sie ihr Teil (PFW) da einstellen sollten und was es trotzdem nicht macht wäre da wohl besser.

Inhaltlich mögen die von mir gelesenen Beiträge war sein, technisch sind sie wohl korrekt - aber für die LLU vollkommen ungeeignet. Und das ist die Hauptgruppe der Computeranwender ... mit all den Folgen die dahinterstehen.

PS: Mein Beitrag oben ist nicht editiert, das ist nicht mein Stil (ohne Kennzeichnung) - wie ich eben beim Preview einsehen konnte :P
Und zustimmen musst du da auch nicht. Hauptsache es funktioniert im bekannten Umfang - und das tut es. Lernen: nein, Geld für Fachmann: nein, Würmer via Interneteinwahl: ja ---> Lösung? Gameboy - danke.
Du vergißt da leider einen ganz entscheidenden Punkt in deiner Logik. Ein unversierter Anwender wird niemals in der Lage sein, einen hostbasierten Paketfilter, wie es eine PFW nunmal ist - richtig zu konfigurieren - selbst wenn er ihn benötigen würde. Das geht nicht mit "Anleitung" sondern nur mit Einarbeitung und dem Interesse, sich wenigstens Grundwissen über Protokolle, Netzwerke u.s.w. anzueignen - und dann ist er kein unversierter Anwender mehr. Da ist es nämlich nicht damit getan, Programmen den Zugriff erlauben oder zu verbieten. Da muss beispielsweise genau festgelegt werden, welches Programm auf welches Protokoll über welche Portranges mit was komunizieren darf und mit was bzw. wie nicht. Wenn man das nicht richtig konfiguriert, hat eine PFW 0 (in Worten: Null) Nutzen, sondern schadet der Sicherheit des Systems nur zusätzlich. Schlimmer noch: dem unversierten Anwender wird durch diverse Medien eingebläut, daß er mit Virenscanner und Personal-Firewall sicher wäre - Stichwort: Risikokompensation. Fakt ist und bleibt aber: man ist niemals sicher. Ich stelle jetzt mal die Prognose auf, daß von den 100% der unnötig installieren PFWs wiederrum 90% falsch konfiguriert sind. Das eine PFW aufgrund unzähliger ins leere gehender Anfragen ("Stealth-Ports") das Netzwerk - in diesem Fall das Internet schädigt, lassen wir hier sogar mal außen vor. Ports haben geschlossen und nicht "versteckt" zu sein, wenn sie nicht in Benutzung sind. ^^

Und nein, ich werde hier natürlich keine Hilfe geben, wie man solch ein Schrott-Tool richtig konfiguriert. Um beim obrigen Beispiel zu bleiben: ich sag ja auch niemand, wie er seine Tür sicher zu bekommt, wenn jene Person nicht mal einsehen will, daß die Löcher im Beton erstmal mit Fenstern versehen oder zugemauert werden sollten. Außerdem bekommt man eine Tür mittels Zettel am Briefkasten niemals sicher. Wenn ich da jetzt "Hilfe" geben würde, würde ich selbst zur Risikokompensation beitragen, da die User wieder glauben würden, jetzt sicherer zu sein, nur weil ein Scheunentor nicht mehr ganz so weit geöffnet ist (dazu noch eins, daß sie sich selbst angeschafft haben... ^^). Ich bin allerdings durchaus bereit, Usern zu helfen, ihr System sicherer zu bekommen, wenn diese bereit sind, sich etwas einzuarbeiten. Kleiner Hinweis dazu: der erste Schritt wird dann die Deinstallation unnötiger Pseudo-Schutzsoftware sein.

Wer übrigens Sicherheitsbedenken beim Homebanking hat - was an sich gut ist - und sich dann aber sicher fühlt, nur weil er ein Stück fehlerbehaftete Software installiert hat, die wahrscheinlich nichtmal richtig konfiguriert ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Wie "sicher" eine PFW ist, hat der CCC ja erst kürzlich - endlich mal Medienwirksam - eindrucksvoll bewiesen, wie Demaron schon sagte. Wer das Video nicht kennt, sollte es sich mal ansehen... dann hat sich auch das
Zitat:
Hauptsache es funktioniert im bekannten Umfang - und das tut es.

erledigt... das Problem ist ja gerade eben, daß es genau das nämlich nicht tut...

Und nun noch zum beliebtesten Argument für PFWs - der Application-Control - also der Anzeige, welches Programm auf's Netz zugreifen will. Zuerst sei mal angemerkt, daß dies generell erstmal nichts mit dem eigentlichen Sinn einer PFW zu tun hat, sondern nur eine - eher unzuverlässige - Zuatzfunktion ist. Zweitens gibt es dafür auch Tools (natürlich nicht ganz so Klicki-Bunti), die genau darauf spezialisiert sind. Diese zeigen sogar genau - beispielsweise als Dump - an, welche Daten übertragen werden. Hier sei exemplarisch mal Ethereal genannt. Zwar blocken diese Tools keine Zugriffe, zeigen sie aber sehr deutlich an. Und wenn ich bei einer Software merke, daß sie telefoniert und ich habe in den Optionen keine Möglichkeit, das zu deaktivieren und habe bei dem Anbieter meine Bedenken, so suche ich mir einfach eine Alternative - Punkt. Denn eine Software, die, ohne mir die Möglichkeit gibt, daß zu unterbinden oder mich gar nichtmal informiert, etwas tut, daß nicht normal ist (in dem Fall unbekannte Daten über ein Netz senden) genießt bei mir ganz sicher nicht genug Vertrauen um auf dem Rechner zu bleiben. In 70% der Fälle ist dieses Phone-Home allerdings einfach deaktivierbar (bzw. ein völlig harmloser Update-Check o.ä.) - in 29% der anderen Fälle gibts "nicht spionierende" Alternativen - meist sogar OpenSource bzw. echte Freeware.

Was die Würmer angeht: konfiguriere deine Dienste richtig, dann sind deine Ports dicht. Dann interessiert dich auch kein Wurm mehr, da dann nix "von allein" bzw. aufgrund einer bekannten Systemlücke (ich denke, du spielst auf Blaster, MyDoom und Konsorten an) in dein System kommt. Alles, was dich dann noch an Malware belästigt, hast du mehr oder weniger aktiv selbst initiiert bzw. du setzt andere Software mit nicht geschlossenen Lücken ein... desweiteren soll hier noch angemerkt sein, daß für die betreffenden Würmer immer - teilweise sogar WOCHEN - vorher Patches bereit standen. Aber wozu sein System patchen, wenn man doch ne PFW hat... :roll:

Noch eine kleine Anmerkung zum Topic-Titel: es geht hier um Personal Firewalls, welche nichts mit einer Firewall zu tun haben, außer, daß der Name marketingtechnisch dafür ausgeschlachtet wurde.
Eine Firewall ist ein komplexes Sicherheitskonzept, das in der Regel mittels Hardware realisiert wird, um Netzwerke zu schützen und ist, im Gegensatz zu einer PFW, durchaus sehr sinnvoll - für Firmen und große Netze, versteht sich. Firmen wie Cisco-Systems dürfte sich der Magen umgedreht haben, als diese Namensgebung für diese Art "Software" eingeführt wurde. :)

Edit: hier nochmal ein Link wo die betreffenden CCC-Videos zu finden sind
http://www.winfuture-forum.de/index.php?showtopic=32176

Ansehen --> Verstehen --> Drüber nachdenken --> endlich die Augen aufmachen
Wow, das habe ich alles garnicht gewusst. :stars: Jetzt fühle ich mich hintergangen. Naja, ich hab eh keine Firewall. Von daher ist mir das egal. Aber warum bitte, sagen dann alle, dass Firewalls so toll sind, wenn sich Genau das Gegenteil herausstellt??
Wer sagt das denn? Rein zufällig die Zeitschriften, die drei Seiten weiter ne halbseitige Werbeanzeige einer Firma für "Sicherheitsprodukte" haben? Oder vielleicht (selbsternannte) "Experten" in Security-Firmen deren "Forschungen" auch von irgendjemand finanziert werden müssen? Oder vielleicht einfach nur Leute, die den Standarduser einfach für zu blöd halten und deshalb lieber die Sympthome (und selbst die nur absolut unzureichend) anstatt die Ursachen beheben lassen? Denk mal drüber nach...

Glauben solltest du in dem Fall nur wirklich 100%ig unabhängigen Personen/Instituionen... interessant sind dazu natürlich in erster Linie Security-Newsgroups beispielsweise im Usenet. Selbiges gilt übrigens für Virenscanner-Tests...
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